Breakbulk Europe 2026 opens in

Der neueste Teil der IMO2020-Saga


Aus der Vorschau auf die Breakbulk Europe 2019



Wir bei Breakbulk wissen, dass IMO 2020, die neuen Vorschriften für den Schwefelausstoß von Schiffen, enorme Auswirkungen auf die Branche haben wird – nicht nur für Reedereien, sondern für alle, die deren Transportdienstleistungen in Anspruch nehmen. Aus diesem Grund haben wir dieses Thema im Breakbulk Magazine und in Podiumsdiskussionen auf unseren weltweiten Veranstaltungen behandelt.

Auf der Breakbulk Asia diskutierte eine internationale Podiumsrunde unter der Leitung von Wei Zhuang vom Schifffahrtsverband BIMCO – darunter Kristian Lund Knudsen von der Maersk Group, Oskar Orstadius von Höegh Autoliners, Roh Jungmoo von EUKOR und Steven Ou von SAL Heavy Lift – über die Zukunftsaussichten der Branche. Wir werden dieses Thema in Bremen mit neuen Stimmen sowohl von der Seite der Reedereien als auch der Verlader sowie drei Analysten aufgreifen und uns auf die Kosten der Compliance konzentrieren – sicherlich eine unverzichtbare Veranstaltung für alle, die ab 2020 und darüber hinaus davon betroffen sein werden.

SCHÜRT DIE ÄNGSTE HINSICHTLICH DER EINHALTUNG DER IMO-2020-VORSCHRIFTEN

Aus dem Breakbulk Magazine, Ausgabe 3/2019

AUF DEM FOTO VON LINKS NACH RECHTS: Oskar Orstadius, Höegh Autoliners; Kristian Lund Knudsen, Maersk Group; Roh Jungmoo, EUKOR; Steven Ou, SAL Heavy Lift

Den Teilnehmern der Breakbulk Asia 2019 wurde mitgeteilt, dass die Gewährleistung gleicher Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer nach der Einführung der Schwefelgrenzwertvorschriften der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) für 2020 von entscheidender Bedeutung sein wird.

Wei Zhuang, Regionalleiter für Asien beim Reedereiverband BIMCO, räumte ein, dass die Versuchung für skrupellose Betreiber, durch Umgehung der neuen Vorschriften Geld zu sparen, groß sei.

„Das ist eine ernste Angelegenheit“, erklärte er gegenüber Breakbulk. „Wenn man sich die IMO ansieht, hat sie betont, wie wichtig es ist, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu wahren. Die Hafenstaatkontrolle, das Pariser MOU und das Tokioter MOU haben eine Null-Toleranz-Politik angekündigt.“

„Natürlich wird es Fälle von Betrug geben; hier geht es schließlich um Geld, und manche Reeder und Betreiber werden nach illegalen Einsparmöglichkeiten suchen. Wir hoffen, dass die Hafenstaatkontrolle und die Flaggenstaaten sowie die IMO-Mitgliedstaaten in dieser Frage alle einen sehr strengen Kurs bei der Umsetzung verfolgen.“

„Die Durchsetzung wird auf verschiedene Weise erfolgen. In Shanghai beispielsweise werden alle Daten überprüft, und alle Bunkerungsunterlagen sowie Lieferbelege müssen an Bord vorliegen. In einigen Fällen wird eine digitale Analyse des Treibstoffs durchgeführt. In manchen Häfen werden Drohnen eingesetzt; in Skandinavien beispielsweise werden sie zur Überprüfung von Emissionsverstößen genutzt.“

„Sollte etwas festgestellt werden, wird das Schiff festgehalten, dem Reeder wird eine Geldstrafe auferlegt und es wird ein negativer Vermerk über das Schiff geführt, was sich nachteilig auf den Betrieb auswirken könnte.“

Kristian Lund Knudsen, Leiter des Bereichs „Special and Dangerous Cargo Solutions“ bei Maersk Line, sagte: „Was die Durchsetzung dieser Regelung angeht, ist es entscheidend, dass wir sehr klare Durchsetzungsmaßnahmen haben, denn es gibt diese Grauzone, in der es heißt: ‚Wenn man nachweisen kann, dass [schwefelarmer Treibstoff] nicht verfügbar ist, dann darf man [darauf verzichten].‘“

„Das würde das Unvermeidliche nur hinauszögern, und das ist in niemandes Interesse, da es bei unseren Kunden [die wissen wollen, wofür sie bezahlen] für Unsicherheit sorgen würde.“

Steven Ou, stellvertretender Geschäftsführer von SAL Heavy Lift, sagte, dass Unternehmen, die versuchten, die Vorschriften zu umgehen, früher oder später auffliegen und die Konsequenzen tragen müssten. „Dann wird Ihnen niemand mehr vertrauen“, fügte er hinzu. 
 
VERBUNDENE SITZUNG

„Wie hoch sind die tatsächlichen Kosten der IMO2020-Konformität?“ findet am Mittwoch, den 22. Mai, von 13:00 bis 13:50 Uhr auf der Hauptbühne in Halle 4 statt. Die Podiumsteilnehmer werden sich mit folgenden zentralen Fragen befassen: Wie ist der aktuelle Stand im Vorfeld der neuen Verordnung? Wird es 2020 zu einer wesentlichen Veränderung in der Arbeitsweise der Branche kommen? Wie können Stückgutbetreiber die Versorgung mit konformem Treibstoff in allen Regionen gewährleisten? Wer wird die zusätzlichen Compliance-Kosten tragen – die Reedereien oder die Verlader? Welche Maßnahmen wurden gegebenenfalls ergriffen, um Betriebsunterbrechungen zu vermeiden? Wie wird sich dies auf die physische Flotte auswirken? Wird es Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Schiffen geben? Mit Diskussionsteilnehmern von Wallenius Wilhelmsen Ocean, Clean Shipping Alliance, Zeamarine, S&P Global, Hitz, Wärtsila und DNV-GL.

WEITERLESEN IN DER VORSCHAU

• 2 brennende Fragen für die Branche – beantwortet
• Was Logistikdienstleister über die Abwicklung großer Projekte in Ostafrika wissen müssen
• Auf dem Weg zu einem reibungsloseren Landverkehr
• Frauen sind willkommen: Karriere in der Projektlogistik
• Reden wir über Innovation
• Aufbruch nach Westafrika: Warum sich Mammoet in Ghana niedergelassen hat

Zur vollständigen Vorschau >>

Zurück