Die weltweit größte Fachmesse für Projektladungen und Stückgut

Die Heavy Lift Group: Ein Netzwerk mit einer Vision


THLG gibt Einblicke in die Trends, die das Wachstum der Branche vorantreiben



Vom Vorstand der Heavy Lift Group

Als internationaler Zusammenschluss spezialisierter Schwertransportunternehmen decken die Mitglieder der Heavy Lift Group (THLG) ein breites Spektrum an Projektladungen ab, doch bestimmte Trends sorgen für Wachstum in bestimmten Bereichen.

Logistikdienstleistungen, die Schwerlast-, Projektfracht- und Übermaßtransporte von Anfang bis Ende abwickeln können, sind beispielsweise im Bereich der erneuerbaren Energien gefragt, da die Nachfrage nach Transport und Lieferung von Windparkkomponenten und Solarkraftwerken stark ansteigt.

THLG-Mitglieder berichten zudem von vielversprechenden Möglichkeiten bei der Koordination der komplexen Logistik im Zusammenhang mit der Errichtung von Synchronkondensatorstationen, die zur Stabilisierung des Stromnetzes dienen, wenn zunehmend erneuerbare Energiequellen zum Einsatz kommen.

Genau diese Art von hochwertigen, übergroßen und oft empfindlichen Ladungen bilden die Grundlage für die Geschäftstätigkeit der Logistikexperten bei THLG. Sie übernehmen oder koordinieren nicht nur den gesamten Transport per Lkw, Bahn und Schiff, sondern auch die Vermessung, Inspektion und Dokumentation, die Verladung und den Umschlag in den Terminals sowie die Zusammenarbeit mit Importeuren, Exporteuren, Spediteuren und spezialisierten Frachtdienstleistern in allen dazwischenliegenden Phasen.

Die Erfordernisse der Dekarbonisierung wirken sich nicht nur auf die Art der Fracht aus, mit deren Umschlag wir beauftragt werden, sondern führen auch zu Veränderungen bei den Methoden, mit denen wir diese Fracht transportieren.

Veränderndes Geschäftsumfeld

Kunden fordern zunehmend den Einsatz von Lösungen und Prozessen, die den Kohlendioxidausstoß minimieren, wie beispielsweise Biokraftstoffe, Elektrofahrzeuge und optimierte Routenplanung zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs. Zudem erwarten sie nachhaltige Verpackungs- und Handhabungsmethoden zur Abfallreduzierung sowie die Möglichkeit, ihren CO₂-Fußabdruck im Rahmen einer vollständig transparenten Lieferkette nachzuverfolgen.

Um diesen Erwartungen gerecht zu werden, überwacht die THLG mithilfe interner Umfragen aktiv den Stand der Nachhaltigkeitsprogramme ihrer Mitglieder. Darüber hinaus wird bei künftigen Gruppenkonferenzen ein stärkerer Schwerpunkt auf die Dekarbonisierung gelegt, um die Mitglieder dabei zu unterstützen, ihre Nachhaltigkeitsverpflichtungen einzuhalten.

Zu den für unsere Mitglieder relevanten Umweltvorschriften zählen der CO₂-Intensitätsindikator der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) und das „Fit for 55“-Paket der Europäischen Union, die auf eine Verringerung der CO₂-Emissionen abzielen.2 Emissionen der Schifffahrt bzw. des gesamten Verkehrssektors.

Die immer strengeren Umweltanforderungen sind jedoch nur ein Teil eines sich rasch wandelnden regulatorischen Rahmens, der ein ohnehin schon komplexes Geschäftsfeld noch komplexer macht. Unsere Mitglieder müssen unter anderem auch Änderungen der europäischen Handelsvorschriften und Zollverfahren, die von der EU vorgeschlagene Vorschrift zur Geschwindigkeitsbegrenzung, Herausforderungen im Zusammenhang mit Genehmigungen für Schwertransporte in Deutschland, die geplante Einführung von Hafengebühren für Schiffe unter chinesischer Flagge durch die Vereinigten Staaten sowie die wachsende internationale Nachfrage nach Transparenz in der Lieferkette berücksichtigen.

Vor diesem Hintergrund müssen die THLG-Mitglieder stets auf dem Laufenden bleiben und flexibel reagieren, um ihre Abläufe entsprechend den geltenden Vorschriften anpassen zu können. Zu den proaktiven Maßnahmen zählen die regelmäßige Aktualisierung der Compliance-Richtlinien, Investitionen in die Schulung der Mitarbeiter sowie die Zusammenarbeit mit Partnern aus der Branche, um sich erfolgreich in dem sich wandelnden regulatorischen Umfeld zurechtzufinden.

Abgestimmte Reaktion

Der THLG-Vorstand optimiert derzeit die Führungsstrukturen, um eine kontinuierliche Verbesserung und das Engagement der Mitglieder sicherzustellen. Dabei bezieht er neue Mitglieder in seine Sitzungen ein und nimmt an Masterclasses und Podiumsdiskussionen teil, um stets über die Anforderungen der Branche auf dem Laufenden zu bleiben.

Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die allgemeinen Fähigkeiten des ExCom bei der Auswahl der besten Kandidaten aus aller Welt zu verbessern, um unsere internationale Präsenz auszubauen und gleichzeitig wertvolles lokales Fachwissen einzubringen. Dieser global-lokale Ansatz hat sich beispielsweise bei der Sicherung von Logistikprojekten bewährt, darunter die Lieferung von großformatiger Bergbaiausrüstung an abgelegene Standorte und die sichere Anlieferung riesiger Bauteile für das weltweit größte Teleskop.

Zu den weiteren Entwicklungen, die von der Koordination und dem Informationsaustausch zwischen den TLHG-Mitgliedern über die offiziellen Kanäle profitieren, gehört auch unsere gemeinsame Reaktion auf die rasanten Veränderungen im Bereich der Digitalisierung.

In den letzten Jahren haben unsere Mitglieder neue Technologien genutzt, um die Frachtverfolgung und Routenplanung in Echtzeit zu ermöglichen, das Risikomanagement zu verbessern und die Dokumentation zu optimieren. Mit Blick auf die Zukunft wird künstliche Intelligenz die Effizienz und Sicherheit in der Schwerlastlogistik durch intelligentere Routenplanung, prädiktive Analysen, automatisierte Dokumentation und sogar KI-gestützte Risikobewertung weiter optimieren. Für THLG-Kunden bedeutet dies besseres und schnelleres Feedback, Angebote und Lösungen.

Doch auch wenn neue Technologien – und insbesondere die KI – versprechen, die Projektfrachtlogistik zum Besseren zu verändern, werden sie den menschlichen Faktor niemals ersetzen: In unserer Branche werden Beziehungen, Vertrauen und praxisorientierte Problemlösungen stets von entscheidender Bedeutung sein. Dies ist unter anderem der Grund, warum wir weiterhin zuversichtlich sind, einem sich ständig weiterentwickelnden Markt erstklassige Unterstützung bieten zu können.

Der jüngste Anstieg bei Joint Ventures und die Erweiterung der Dienstleistungsportfolios bei Linienreedereien deuten darauf hin, dass auch andere diesen Markt als vielversprechend ansehen. THLG ist jedoch der Ansicht, dass diese zusätzlichen Ressourcen und Instrumente – bei richtiger Nutzung – neue Möglichkeiten bieten, um die Logistik kleinerer Projekte effektiver zu gestalten.

Global und lokal

Zudem ist die Projektfrachtlogistik von Natur aus komplex, da sie häufig den Transport von übergroßen, schweren oder hochwertigen Gütern umfasst und daher flexible, maßgeschneiderte Lösungen erfordert, die mit äußerster Präzision geplant und ausgeführt werden. In diesem Spezialgebiet bieten unsere Mitglieder einen unschätzbaren persönlichen Mehrwert, der sich durch lokale Kenntnisse und technisches Fachwissen auszeichnet und über die standardisierten Betriebsabläufe hinausgeht, die typischerweise von größeren Unternehmen angewendet werden.

Mitglieder beschreiben die THLG oft nicht so sehr als Netzwerk, sondern eher als exklusiven Club, in dem Professionalität auf echte Freundschaft trifft. Hier wird Fachkompetenz nicht nur erwartet, sondern auch geschätzt, und langfristige Partnerschaften basieren auf gegenseitigem Respekt und gemeinsamem Erfolg. Durch den Beitritt zur THLG-Familie erhalten Unternehmen sofortigen Zugang zu einem bewährten internationalen Netzwerk, das es ihnen ermöglicht, erstklassige Schwerlastlösungen anzubieten und gleichzeitig ihre Unabhängigkeit zu bewahren.

Es ist daher keine Überraschung, dass wir weiterhin einen stetigen Zustrom von Mitgliedsanträgen aus aller Welt erhalten – insbesondere aus Schwellenländern. Ebenso freuen wir uns nach wie vor darauf, neue Mitglieder aus verschiedenen Regionen in unserem vielfältigen Netzwerk willkommen zu heißen, um unsere globale Reichweite und Wirksamkeit weiter zu stärken.

Unser derzeitiger Schwerpunkt für strategisches Wachstum liegt auf Afrika und Südostasien, wo die Nachfrage nach Energie- und Infrastrukturprojekten bzw. nach Logistikdienstleistungen für die Fertigungsindustrie und Projektladungen zunimmt. Zudem suchen wir Spezialisten für Schwertransporttechnik und Eigentümer von Spezialausrüstung, um unsere Kapazitäten auszubauen.

In einer Branche, die niemals stillsteht, sind taktische Expansion und kontinuierliche Verbesserung der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg. Wir ermutigen unsere Mitglieder daher, enge persönliche Beziehungen innerhalb der Gruppe zu pflegen, sich ständig weiterzubilden, Wissen und Erfahrungen auszutauschen, THLG bekannt zu machen und Networking-Möglichkeiten zu nutzen. Auf diese Weise können wir auch weiterhin Maßstäbe in einem zunehmend komplexen und wettbewerbsintensiven Markt setzen.

THLG wird auf der der Breakbulk Europe 2025ausstellen.

Oberes Foto (von links nach rechts): Richard Lee (CNC Freight Services), Elisabeth Cosmatos (CEO der Cosmatos Group), Colin D'Abreo (Rhenus Projects Logistics), Marianne Blechinberg (Hacklin Oy) und Alessio Bianchi (DCS Liburnus). Bildnachweis: THLG
Zweites Bild: Das THLG-Mitglied Tradelossa setzt einen SBL1100 für Schwerlasttransporte ein. Bildnachweis: Tradelossa

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