Hafenbetreiber zu globalem Handel, Netto-Null und Stückgut in Europa

Wir haben uns mit dem globalen Hafenbetreiber DP World getroffen, um über Nachhaltigkeit, globale Handelsspannungen und die Aussichten für den Projektmarkt im Jahr 2023 zu sprechen. Das in Dubai ansässige Unternehmen wird auf der Breakbulk Europe 2023, die vom 6. bis 8. Juni im Rotterdam Ahoy stattfindet.
F: Könnten Sie uns einen aktuellen Überblick über Ihre Pläne geben, bis zu 500 Millionen US-Dollar zu investieren, um die Kohlendioxidemissionen bis 2026 um fast 700.000 Tonnen zu senken? Auf welche konkreten Bereiche Ihres Unternehmens konzentrieren Sie sich dabei?
A: Bei DP World setzen unsere Häfen und Terminals unsere globale Nachhaltigkeitsstrategie „Our World, Our Future“ um und konzentrieren sich dabei auf tägliche Verbesserungen in unseren Betriebsabläufen, während wir das Ziel der Netto-Null-Emissionsbilanz verfolgen. Wir verfügen über einen klaren Fahrplan, um bis 2050 in allen unseren Betrieben Netto-Null-CO₂-Emissionen zu erreichen, und wir werden mit globalen Partnern zusammenarbeiten, um einen Aktionsplan zu entwickeln, der die Ziele der Global Sustainability Coalition (GSC) vorantreibt und Akteure der Branche dazu ermutigt, sich dem Klimawandel zu stellen. Das Ziel ist es, verschiedene Initiativen wie erneuerbare Energien, Energieeffizienz sowie CO₂-Abscheidung und -Speicherung voranzutreiben.
F: Wie schätzen Sie die Aussichten für Projektladungen und den sonstigen Handel zwischen Europa und den Golfstaaten für den Rest des Jahres ein, insbesondere angesichts der anhaltenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der geopolitischen Lage, dem Inflationsdruck und den Befürchtungen einer weltweiten Konjunkturabkühlung?
A: Da geopolitische Instabilität und anhaltende Handelsspannungen den Welthandel beeinträchtigen, ist es offensichtlich, dass die Infrastruktur der Lieferkette flexibler werden muss. Während diese Herausforderungen zu Unsicherheit in der Weltwirtschaft geführt haben, ist der Handel zwischen Europa und der GCC-Region weiterhin stark. Die GCC-Region ist ein wichtiger Handelspartner für Europa, und aufgrund der Zunahme von Infrastrukturprojekten in der GCC-Region besteht eine hohe Nachfrage nach Projektladungsdienstleistungen. Die Programme von DP World, wie beispielsweise unsere CARGOES-Suite, optimieren jeden Schritt der Frachtreise entlang der Lieferkette. In einer Zeit zunehmender Regionalisierung kann dieses Tool genutzt werden, um Kundenerwartungen besser zu steuern, fundiertere und kosteneffizientere Entscheidungen in Bezug auf den Lagerbestand zu treffen und Dienstleistungen bei Bedarf anzupassen.
Geopolitische Spannungen und die damit verbundenen Herausforderungen werden in irgendeiner Form immer bestehen bleiben. Indem wir Lieferketten verkürzen oder Hindernisse für den globalen Handel mithilfe von Technologie beseitigen, können wir unsere Volkswirtschaften schützen, Wohlstand schaffen und letztlich globale Wertschöpfungsketten gegen künftige Systemschocks absichern.
F: Es ist allgemein anerkannt, dass der Golf-Kooperationsrat (GCC) weltweit das größte Projektpotenzial aufweist und weniger anfällig für einen Konjunkturrückgang ist. Stimmen Sie dem zu, und wenn ja, woran liegt das?
A: Wir können nun das bedeutende Wirtschaftswachstum der GCC-Staaten in den letzten Jahren betrachten und ihr vielversprechendes Potenzial für Projekte einschätzen. Die GCC-Staaten sind dank ihrer geografischen Lage, ihrer natürlichen Ressourcen und ihrer dieses Wachstum fördernden Regierungspolitik strategisch gut positioniert. In der Vergangenheit haben sich die GCC-Staaten als widerstandsfähig gegenüber Konjunkturabschwüngen erwiesen. Dies ist zum Teil auf die solide Finanzlage ihrer Regierungen, ihre diversifizierten Volkswirtschaften und ihre langfristige strategische Planung zurückzuführen.
F: Könnten Sie kurz erläutern, warum Sie globaler Hafenpartner von Breakbulk Events geworden sind?
A: DP World freut sich sehr über die Partnerschaft mit Breakbulk Events, insbesondere in diesem Jahr, da wir uns in Rotterdam versammeln – dem Standort des größten Seehafens Europas, der auf eine lange Tradition im Hafenbetrieb zurückblicken kann und seit Jahrhunderten ein wichtiger Knotenpunkt für den globalen Handel ist. Breakbulk gilt als weltweit führende Veranstaltung für die Projektfracht- und Stückgutbranche, und diese Partnerschaft ermöglicht es uns, mit wichtigen Akteuren der Branche in Kontakt zu treten und unsere branchenführenden End-to-End-Kompetenzen zu präsentieren.
F: Das Unternehmen ist bereits in mehr als 80 Ländern weltweit tätig. Mit Blick auf den Projektmarkt: In welchen Ländern oder Regionen sehen Sie in den nächsten fünf Jahren besonderes Potenzial? Können Sie uns etwas über Ihre Pläne für die weitere Expansion erzählen?
A: Wir konzentrieren uns darauf, das Vertrauen der Investoren in unterversorgte Volkswirtschaften zu stärken, indem wir dort neue Möglichkeiten schaffen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Unser Netzwerk erstreckt sich über den gesamten Globus, von Industriezentren bis hin zu aufstrebenden Handelszentren, sodass wir unser Fachwissen und unsere Kompetenzen nutzen können, um den individuellen Bedürfnissen unserer Kunden in verschiedenen Regionen gerecht zu werden. So erweitert beispielsweise die Integration neuer Akquisitionen in das DP World-Portfolio, wie Imperial und Unico, unsere Reichweite in Afrika sowie in Zentral-, Ost- und Südostasien – unter Nutzung unserer lokalen Mitarbeiter und unseres Fachwissens. Wir bauen Barrieren in der globalen Lieferkette ab und öffnen den Schifffahrts- und Logistiksektor, damit mehr Menschen und Unternehmen vom Handel profitieren können. Indem wir die Vorteile des Handels auf neue Menschen und neue Orte ausweiten, machen wir die Schifffahrt und Logistik offener, flexibler und reaktionsfähiger.
Um Ihre Tickets für die Breakbulk Europe 2023 zu reservieren, klicken Sie hier.
FOTO: Containerlager am Jebel-Ali-Terminal. QUELLE: DP World

















.png?ext=.png)








_1.jpg?ext=.jpg)










