Auf dem Weg zu einem reibungsloseren Landverkehr


Aus der Vorschau auf die Breakbulk Europe 2019


Ein Gespräch mit ESTA-Präsident David Collett über die Hindernisse, die einem reibungsloseren Landverkehr im Wege stehen, und darüber, wie diese überwunden werden können.



Welche drei Prioritäten setzen Sie als Präsident der ESTA (Europäischer Verband für den Spezialtransport und die Mobilkranvermietung) zur Verbesserung des Schwertransports? Unsere Prioritäten sind:

1. Einführung von „Korridoren“ in ganz Europa, um die Routenplanung, den Zugang und die Genehmigungsverfahren für Sondertransporte bestimmter Größe zu vereinfachen. 

2. Harmonisierung der Vorschriften für die „Beleuchtung und Kennzeichnung von Sondertransporten“ in ganz Europa.

3. Einführung eines einheitlichen Dokuments für Fahrzeuge mit außergewöhnlichen Ladungen (SERT-Dokument), um die Beantragung von Genehmigungen europaweit zu verbessern und zu vereinfachen.

Wo und worin bestehen die Hindernisse für Veränderungen?

Jedes europäische Land hat unterschiedliche Anforderungen und Vorschriften für die Genehmigung und Durchführung von Sondertransporten. Um zumindest einen Teil dieser Vorschriften zu harmonisieren, gibt es unterschiedliche Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten, die vom jeweiligen nationalen Parlament bis hin zu den Kommunalverwaltungen, Gemeinderäten, der Polizei und in manchen Fällen auch den Straßenbaulastträgern reichen.

Ich sehe zwei wesentliche Hindernisse. Erstens ist es die Zurückhaltung dieser Parteien, einen Standard beizubehalten oder sich darauf zu einigen, die Fortschritte und Veränderungen verhindert. Zweitens gibt es kein Forum und keine Plattform, auf der Verhandlungen über künftige Vereinbarungen aufgenommen werden könnten.

Wer muss einbezogen werden, um diese Herausforderungen zu meistern und Ihre Ziele zu erreichen? Welche europäischen Länder sind für die Zustimmung entscheidend, oder sind alle Länder gleich wichtig, unabhängig von ihrer Größe, und warum?

Wir sehen den besten Weg nach vorn darin, dass die Europäische Kommission im Rahmen ihrer Befugnisse die Voraussetzungen schafft, um entsprechende Vorschriften und Kriterien für die Einhaltung der Vorschriften festzulegen. 

Was können die Teilnehmer der Breakbulk Europe tun, um die Prioritäten der ESTA zu unterstützen? Wie können sie sich engagieren?

Die Teilnehmer sind eingeladen, Belege und Beispiele dafür vorzulegen, welche negativen Auswirkungen die unterschiedlichen Vorschriften der verschiedenen europäischen Länder auf ihr Geschäft und das ihrer Kunden haben. Beispiele für Bürokratie, überhöhte Kosten und hinderliche Arbeitspraktiken wären als Belege willkommen.

ESTA ist eine Dachorganisation, in der zahlreiche Länder Europas vertreten sind. Teilnehmer können sich wie folgt einbringen und engagieren:

1. Beitritt zur ESTA, um die von uns organisierten Arbeitsgruppen bei der Bewältigung dieser Probleme zu unterstützen.

2. sich bei ihren lokalen Wirtschaftsverbänden dafür einsetzen, dass diese die Botschaft von ESTA verbreiten.

3. Kontakt zu ihren lokalen Abgeordneten und Europaabgeordneten aufnehmen, um auf die Probleme aufmerksam zu machen, unter denen unsere Branche leidet.

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