Beobachtung europäischer Megaprojekte


Von der Infrastruktur über die Fertigung bis hin zur Energiebranche – in Europa brodelt es vor Megaprojekten.

Jeder Fachmann für Projektladungen weiß, dass dies eine gute Nachricht ist. Ein stetiger Strom von Megaprojekten in allen relevanten Branchen sorgt für einen stetigen Strom an Frachtabfertigungsaufträgen. 

Begleiten Sie uns auf einer Reise durch Europa, die alle wichtigen Branchen abdeckt, und entdecken Sie die Vielfalt der Projekte, die in Zukunft Frachtverträge generieren werden.

Großprojekte in ganz Europa

Fehrman-Gürteltunnel


Dieses seit langem geplante Infrastrukturprojekt erhielt 2019 endlich grünes Licht und entwickelt sich zu einem der größten Infrastrukturprojekte Europas.

Der Fehmarnbelt-Tunnel ist ein 18 km langer Tunnel, der Dänemark und Norddeutschland verbindet. Es handelt sich um einen kombinierten Straßen- und Eisenbahntunnel, der darauf ausgelegt ist, die Transitzeiten auf einem künftigen stark frequentierten Güterverkehrskorridor drastisch zu verkürzen. Nach seiner Fertigstellung wird der Fehmarnbelt-Tunnel Teil einer EU-weiten Transitroute sein, die Skandinavien und Malta verbindet.

Der Tunnel wird zudem der längste seiner Art weltweit sein. Anstelle eines Bohrlochs wird der Fehrman Belt als Unterwassertunnel gebaut, d. h. als Tunnel, der durch das Ausheben eines Grabens in seichtem Wasser entsteht.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich von 2020 bis 2028 dauern. Projektträger des 7,4 Milliarden Euro teuren Bauvorhabens ist die Femern A/S, ein multinationales Joint Venture, bestehend aus:

• Vinci Construction Grands Projets (Frankreich)
• Per Aarsleff (Dänemark)
• Wayss & Freytag Ingenieurbau (Deutschland)
• Max-Bögl-Stiftung (Deutschland)
• CFE (Belgien)
• Solétance-Bachy International (Frankreich)
• BAM Infra (Niederlande)
• BAM International (Niederlande)

Die erste Bauphase wird in Rødbyhaven auf Lolland im Süden Dänemarks stattfinden und mit dem Bau einer Anlage zur Fertigung der 89 Tunnelabschnitte beginnen. Dort werden auch Wohn- und Verwaltungsgebäude errichtet. Spezialbaumaschinen und -ausrüstung, wie beispielsweise Baggeranlagen, werden in der ersten Phase beschafft.

Northvolt-Batterie-Gigafabrik


Mit der zunehmenden Ausgereiftheit und Verfügbarkeit von Elektrofahrzeugen steigt der Bedarf an einer stetigen Versorgung mit nachhaltigen Batterien von Jahr zu Jahr. 

Als Reaktion darauf plant das schwedische Start-up Northvolt, sein Heimatland durch den Bau einer „Gigafactory“ nach dem Vorbild der bestehenden Produktionsanlagen von Tesla zu einer Supermacht in der Herstellung von Öko-Batterien zu machen.

Northvolt Ett, das erste Werk des neuen Unternehmens, soll für 3 Milliarden Euro errichtet werden. Sobald die Produktion ihre volle Kapazität erreicht hat, sollen dort jährlich 32 GW an Lithium-Ionen-Batterien hergestellt werden. Dies ist der erste Schritt, um Europa zu einem Konkurrenten für asiatische Unternehmen wie CATL, LG Chem und Samsung zu machen. 

Volkswagen hat sich voll und ganz hinter Northvolt gestellt. Die Batterien für Europas größten Automobilhersteller sollen bis 2024 bereitstehen. Das Engagement von Volkswagen für das Unternehmen geht so weit, dass die Firma gemeinsam mit Northvolt in Salzgitter eine 900-Millionen-Euro-Fabrik errichten wird.

Windpark Hornsea Two


Der Sektor der erneuerbaren Energien bietet Transportunternehmen in ganz Europa bereits zahlreiche Möglichkeiten im Bereich der Projektladung. Die Hornsea-Projekte, die potenziell zu den größten Windparks der Welt gehören, eröffnen Marktführern wie ALE neue Auftragsmöglichkeiten.

Hornsea One liefert bereits von seinem Standort in der Nordsee aus Strom für Haushalte in ganz England. In Kürze sollen die Bauarbeiten für Hornsea Two beginnen, ein Schwesterprojekt, das nach seiner Inbetriebnahme die Leistung des 1,2-GW-Kraftwerks Hornsea One um weitere 200 MW übertreffen wird.

Insgesamt sollen bei Hornsea Two 165 8-MW-Windkraftanlagen von Siemens Gamesa installiert werden, die das britische Stromnetz um 1,4 GW erweitern und weit über 1,3 Millionen Haushalte mit Strom versorgen werden.

Der Großteil der Rotorblätter für Hornsea wird vor Ort in Hull im britischen Produktionswerk von Siemens hergestellt. Theoretisch sollte dies den Transport der Rotorblätter relativ einfach machen, da die dafür erforderliche Infrastruktur dank der Entwicklung von Hornsea One bereits vorhanden sein dürfte.

Die neuen Rotorblätter sind jedoch länger als die bei Hornsea One verwendeten, obwohl sie ebenfalls eine Länge von jeweils zehn Bussen haben. 

Der Projektleiter Ørsted Energy hat für die Fertigstellung dieses großen Projekts im Bereich der erneuerbaren Energien eine Vielzahl von EPC-Unternehmen beauftragt, darunter:

• JRD-Kabelsysteme
• Balfour Beatty
• Prysmian-Gruppe
• ABB
• Fugro
• Semco Maritime
• Nexans

Hornsea Two soll voraussichtlich bereits 2022 in Betrieb genommen werden und mit der Stromerzeugung beginnen.

Arctic LNG-2


Russland ist Europas Öl- und Gasland – und dank der riesigen Projekte im Bereich der Kohlenwasserstoffe herrscht in der Projektfrachtbranche reger Betrieb.

Die Arctic-LNG-2-Anlage von Novatek gehört zu den größten neuen Projekten, die eine neue Welle bedeutender Erdgasvorhaben in ganz Russland anführen.

Die Anlage, die nach ihrer Inbetriebnahme voraussichtlich 19,8 Millionen Tonnen LNG produzieren wird, hat aufgrund ihrer Größe und Komplexität das Interesse zahlreicher EPC-Unternehmen geweckt. So ist beispielsweise McDermott der Hauptingenieur des Arctic-LNG-2-Projekts und für die Organisation des Transports übergroßer Module von deren Produktionsstätte in Qingdao, China, verantwortlich.

Die Module von McDermott sollen 2022 ausgeliefert werden.

Bislang war Fesco einer der wichtigsten Transportdienstleister im Rahmen des Arctic-LNG-2-Projekts. Das Unternehmen hat übergroße Baumaschinen und andere Ausrüstung von Novateks eigener Werft in Kola (Murmansk) zum Projektstandort in Sibirien transportiert. Fesco hat bisher Ausrüstung im Umfang von mehr als 1.500 Tonnen an Arctic LNG-2 geliefert.

Eine Vielzahl von Megaprojekten in ganz Europa


Ein so vielschichtiger Kontinent wie Europa wird für die Stückgutbranche noch lange Zeit ein Markt mit zahlreichen Möglichkeiten im Bereich Schwerlast- und Projektfracht bleiben.

Jeden Tag werden neue Projekte genehmigt, die in Größe und Umfang den oben genannten entsprechen. Angesichts von Investitionssummen in Milliardenhöhe wird der Bedarf an spezialisierten Transportdienstleistungen voraussichtlich auch in Zukunft relativ stabil bleiben, sofern keine größeren wirtschaftlichen Turbulenzen eintreten.

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