Der Super-Frühbucherpreis endet in

Die Energiewende steht an einem entscheidenden Wendepunkt


Branchenführer in Rotterdam skizzieren die zu bewältigenden Herausforderungen

Von Emma Dailey

Die Zukunft der Sektoren erneuerbare Energien und Energiewende befindet sich an einem entscheidenden Wendepunkt und steht vor erheblichen Herausforderungen, die bewältigt werden müssen, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen, wurde den Teilnehmern während einer Podiumsdiskussion auf der Hauptbühne bei Breakbulk Europe.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion „Wie geht es weiter mit dem Markt für die Energiewende?“ beleuchtete eine Runde von Branchenführern die Komplexität und das Potenzial dieses sich rasch wandelnden Marktes.

Rafael Vicens, Leiter für globale Projekte und Branchenlösungen für den Nahen Osten und Afrika bei DB Schenker Middle East, eröffnete die Diskussion mit einer optimistischen Prognose: „Wir sehen weltweit den Willen, bis 2050 CO₂-Neutralität zu erreichen.“ Er wies jedoch schnell auf die Hindernisse hin, insbesondere auf die Knappheit der für diese ehrgeizigen Projekte benötigten Rohstoffe.

Sharanya Kumaramuthy, Managerin für Marktanalysen beim Energy Industry Council (EIC), ging auf die wirtschaftlichen Zwänge ein und hob dabei die Auswirkungen der Inflation auf die Kosten hervor. „Jeder einzelne Sektor steht vor der Herausforderung der Kosten“, erklärte sie und wies darauf hin, dass vereinfachte Genehmigungsverfahren und die Verfügbarkeit von Häfen zwar entscheidend seien, jedoch nicht ausreichend berücksichtigt würden. Kumaramuthy warnte zudem vor möglichen Engpässen aufgrund eines Mangels an Spezialschiffen, insbesondere angesichts der zunehmenden Projektgröße in der Offshore-Industrie.

Jaap-Jan Pietersen, Geschäftsführer der Combifloat Group, wies auf die weltweiten geopolitischen und ressourcenbezogenen Herausforderungen hin. „Wir kämpfen alle um dieselben Ressourcen“, stellte er fest und betonte die Notwendigkeit einer koordinierten Lieferkette, um den wachsenden Bedarf zu decken. Pietersen vertrat einen pragmatischen Ansatz: „Wir müssen die Dinge in Ordnung bringen, damit wir alle in der Lieferkette mit der Lieferung beginnen können.“

Aus logistischer Sicht gab Mauro Varela, Manager für globale Logistik, Beschaffung und Rohstoffe bei Tecnicas Reunidas, einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Branche. „Dieser Wandel muss stattfinden, wir haben ja nicht die Möglichkeit, auf dem Mars zu leben“, sagte er und unterstrich damit die Dringlichkeit der Situation. Varela wies auf den vielversprechenden, aber langsamen Fortschritt der aktuellen Projekte hin: „Im Moment geht es noch nicht besonders schnell voran, aber wir legen an Tempo zu.“

Kumaramuthy betonte, dass zur Bewältigung dieser Probleme eine Zusammenarbeit sowohl innerhalb der Länder als auch zwischen ihnen unerlässlich sei. „Die Investitionen und Projekte stehen bereit“, sagte sie. „Diese Chancen brauchen lediglich mehr Unterstützung.“ Sie hob zudem die Bedeutung der Personalentwicklung hervor und verwies auf positive Veränderungen wie die Zunahme von Ausbildungsplätzen, um dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken.

Die Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass der Privatsektor zwar eine entscheidende Rolle spielt, staatliche Unterstützung jedoch unverzichtbar ist. Wie Varela es formulierte: „Irgendwann werden die Regierungen begreifen, dass sie helfen müssen, anstatt zu behindern.“ Der Konsens war eindeutig: Um das volle Potenzial der Energiewende auszuschöpfen, sind gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten unerlässlich.

Diese Veranstaltung wurde von JAS Projects gesponsert.

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