Schwerpunkt im Stückgutgeschäft: Skandinavien


In den skandinavischen Ländern ist das Stückgutgeschäft in vollem Gange.

Die Vielzahl an Fusionen und Übernahmen in der gesamten Region lässt darauf schließen, dass die Konsolidierung eines der Hauptthemen im skandinavischen Projektfrachtgeschäft ist. Doch das ist noch nicht alles, was hier vor sich geht. Die Häfen rüsten sich darauf, noch mehr Schwerlastfracht abzufertigen.

Begeben wir uns auf eine Reise durch Skandinavien, um einige der wichtigsten Faktoren zu entdecken, die den Projektfrachtmarkt in einem der faszinierendsten Märkte Nordeuropas prägen.

Projektladungsgeschäft in Skandinavien

Führende Unternehmen festigen ihre Position in der gesamten Region


Zahlreiche Spediteure und Frachtführer haben in Skandinavien Fuß gefasst, indem sie in der gesamten Region verschiedene Niederlassungen und Betriebsstätten eingerichtet haben.

Was bedeutet das in der Praxis? Für die beteiligten Unternehmen bedeutet dies eine erweiterte geografische Präsenz, die es ihnen ermöglicht, schnell auf die Bedürfnisse regionaler Verlader zu reagieren. Zweitens lässt dies auch darauf schließen, dass die Region angesichts der Ausweitung des auf Skandinavien ausgerichteten Angebots durch wichtige Akteure eine Hochburg für Stückgut- und Schwerlasttransporte sein muss.

So hat beispielsweise deguro seine skandinavischen Aktivitäten in einer zentralen Niederlassung in Finnland gebündelt. Dies folgt auf die Eröffnung von Niederlassungen in Helsinki (Finnland) und Stockholm (Schweden) in den letzten vier Jahren. 

„Durch die Zusammenführung unserer Funktionen in einer regionalen Niederlassung können wir die umfangreiche lokale Erfahrung aus ganz Skandinavien zum Nutzen unserer Kunden bündeln. So sind wir in der Lage, komplexe logistische Anforderungen bei Projekten noch besser zu erfüllen“, erklärte Matias Setälä, Country Manager für Finnland und Schweden, in einer Pressemitteilung.

ALE plant zudem die Gründung einer eigenen schwedischen Niederlassung, um den Bau der 529 Millionen Dollar teuren Hisingsbron-Brücke in Göteborg zu begleiten. Dieses große Infrastrukturprojekt soll 2022 fertiggestellt werden und die bestehende Göta-Älv-Brücke ersetzen.

Derzeit konzentriert sich die skandinavische Präsenz von ALE vor allem auf Norwegen, wo das Unternehmen eine Niederlassung in Stavanger unterhält. Nach Angaben von ALE wird es in den nächsten drei Jahren zu einer Zunahme der Aktivitäten seitens Statoil, Norwegens staatlicher Ölgesellschaft, kommen, vor allem im Bereich der Verladung von Modulen für Ölplattformen in der Nordsee sowie beim Beginn von Stilllegungsprojekten.

Die neue Unternehmensgruppe von ALE ist das Ergebnis der Übernahme durch den niederländischen Großkonzern Mammoet – eine der größten Unternehmensübernahmen der letzten Zeit in Europa und sogar weltweit.

ALS hat zudem eine relativ neue Niederlassung in Schweden eröffnet, diesmal in Stockholm. Mit der Eröffnung im April 2019 kann ALS sein Dienstleistungsangebot hier weiter ausbauen. 

Jumbo hat zudem seine eigenen Logistikabläufe optimiert. Das dänische Unternehmen hat in der Nähe von Aarhus ein neues Lager für den Umschlag von Massengütern zwischen den Nachbarländern Dänemarks eröffnet.

Abgesehen von der Übernahme von ALE durch Mammoet stehen weitere Fusionen und Übernahmen an. 

So haben beispielsweise United Heavy Lift und Ocean 7 Projects ein Joint Venture gegründet, das in Kürze eine neue Niederlassung in Norwegen eröffnen wird. Nach Angaben beider Parteien werden sie mit ihren vereinten Flotten alle Marktsegmente im Schwerlast- und Mehrzweckschifffahrtsbereich abdecken können. 

Ocean 7 Projects betreibt eine Flotte von 25 kleineren Mehrzweckschiffen mit einer Tragfähigkeit von bis zu 500 Tonnen, während United Heavy Lift über eine Flotte von sechs größeren Schwerlastschiffen mit einer Tragfähigkeit von 800 Tonnen sowie sieben Schwerlastmodultransportern verfügt.

Schwerlastunternehmen sehen großes Marktpotenzial


Im Gespräch mit der Zeitschrift „International Cranes and Specialised Transport“ erläutert Sofia Hanner, Business Development Managerin für Skandinavien, die dortigen Marktchancen.

„Der aktuelle Markt in Skandinavien befindet sich im Aufschwung. Der Markt unterscheidet sich zwar erheblich von Land zu Land (Schweden, Norwegen und Dänemark), doch für die nahe Zukunft werden zahlreiche Großinvestitionen erwartet, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und Ölindustrie. 

„Ausländische Investoren und Bauträger bemühen sich um große Bauprojekte in der Region und erhalten den Zuschlag dafür. Diese ausländischen Unternehmen verfügen noch nicht über etablierte Beziehungen zu Schwerlastunternehmen, was für Sarens eine hervorragende Gelegenheit darstellt, Kontakte zu ihnen zu knüpfen und Marktanteile, größere Projekte sowie hervorragende Referenzen in Skandinavien zu gewinnen.“ 

„Die Projekte werden auch für den einzelnen Auftragnehmer immer umfangreicher, und sie benötigen Komplettlösungen für Schwerlastarbeiten und Transport. Die Herausforderung besteht darin, dass Großprojekte offenbar immer wieder verschoben werden, was die Planung des Budgets und des Arbeitsaufkommens für Maschinen und Mitarbeiter erschwert. Deshalb ist es für uns wichtig, einen ausgewogenen Mix aus großen und kleinen Projekten zu haben.

Welche Branchen treiben die Nachfrage nach Projektladungen in Skandinavien an?


In jedem Land variiert die Nachfrage je nach den Branchen, die im Mittelpunkt stehen.

So ist beispielsweise die Öl- und Gasindustrie in Norwegen der größte Auftraggeber für Projektfracht- und Schwerlasttransporte. Auch der Bausektor entwickelt sich in diesem Land zunehmend zu einem bedeutenden Markt.

In Dänemark hingegen sind Windkraft und der gewerbliche Bau die treibenden Kräfte hinter dem Projektfrachtsektor. In Schweden sind Infrastruktur, Bauwesen, Bergbau, Stahlindustrie und die allgemeine Industrie die wichtigsten Triebkräfte. In Finnland hingegen sind es die Stahl-, Papier- und Holzindustrie.

Es ist also eine bunte Mischung, aber das bedeutet, dass es viele Möglichkeiten gibt, sich mit Fahrzeugen, Öl- und Gasmodulen, Schwermaschinen und Komponenten für erneuerbare Energien zu beschäftigen. 

Die Windenergie entwickelt sich eindeutig zu einem wichtigen Ertragsbringer für Spezialtransporteure.

Schweden beispielsweise plant, seine Windkraftkapazität und Stromerzeugung in den nächsten vier Jahren zu verdoppeln. Auch Dänemark hat für 2019 die Ausschreibung eines 800-MW-Windparks angekündigt, was den Umfang und die Tragweite künftiger Entwicklungen in diesem wichtigen Sektor verdeutlicht.

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Dank unserer Lage befinden wir uns mitten im Zentrum eines der weltweit umsatzstärksten Märkte für Schwerlast- und Projektfracht.

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