Die weltweit größte Fachmesse für Projektladung und Stückgut

Die Zukunft der Projektlogistik


Digitalisierung, Transparenz und Nachhaltigkeit stehen ganz oben auf der Wunschliste der Logistikbranche


Von Carly Fields


Breakbulk Europe 2023: Die Diskussionsteilnehmer auf der Breakbulk Europe äußerten drei Wünsche für die Zukunft der Projektlogistik: Sie forderten mehr Digitalisierung, größere Transparenz, eine intensivere Zusammenarbeit und einen besseren Informationsaustausch in Bezug auf Nachhaltigkeit, Flexibilität, bessere EDI-Anbindungen an Logistikdienstleister sowie eine proaktivere Herangehensweise und die Betreuung der jüngeren Generation durch die ältere, um dem Verlust von Fachwissen entgegenzuwirken.

Der „Geist“ – der Moderator der Podiumsdiskussion, Sven Hermann, Geschäftsführer von ProLog Innovation – unterbreitete den Referenten dieses Angebot im Rahmen der Podiumsdiskussion „Planung für die Zukunft der Projektlogistik“, die auf der Breakbulk Europe 2023 stattfindet.

Andreas Ulrich, globaler Leiter für Logistik und Lieferkettenmanagement bei der SMS group, sprach sich für eine stärkere Digitalisierung aus und wies darauf hin, dass es notwendig sei, Standardschnittstellen zwischen Logistikdienstleistern und Projektspezialisten zu schaffen. „Ich möchte die Portale der Logistikdienstleister nicht nutzen, und diese wollen unsere ebenfalls nicht nutzen“, sagte er.

Monika Beckfeld, Vertriebsleiterin bei Hansa Meyer Global, wünschte sich, dass die Akteure der Branche enger zusammenarbeiten und sich schon in einem früheren Stadium intensiver über grüne Logistik austauschen. „Nachhaltigkeit ist kein Wettbewerb“, sagte sie. „Wir können das nur schaffen, wenn wir als Team zusammenarbeiten.“

Richard Long, Senior-Personalberater für die Bereiche Schifffahrt, Seeverkehr und Logistik bei Helm Specialist Recruitment, nutzte seine Neujahrswünsche, um Arbeitgeber in der Branche dazu aufzufordern, Flexibilität und klare Aufstiegsmöglichkeiten zu bieten, und ermutigte sie, bereits in jüngeren Jahren auf Studierende zuzugehen, um sie für die Projektlogistik zu gewinnen.

Thomas Dahmen, Geschäftsführer bei Siempelkamp Logistics & Service, wünschte sich EDI-Verbindungen zu Logistikunternehmen. „Wir sind mit unseren Kunden per EDI vernetzt, haben aber keine EDI-Verbindung zu unseren Logistikdienstleistern. Wir greifen wieder auf das Fax zurück – das ist nicht die Zukunft! Wo bleibt die Plattform?“, fragte er.

Er forderte die Branche zudem auf, Informationen proaktiver weiterzugeben: „Es darf zum Beispiel nicht sein, dass drei Container im Hafen stehen bleiben und niemand davon weiß – wir brauchen proaktive Informationen.“

Abschließend forderte er die Anwesenden auf, „die Experten zu halten“. „Im Publikum sehe ich Experten, die ich schon seit Jahren kenne. Lasst sie ihr Fachwissen an die jüngere Generation weitergeben, denn um Projekte erfolgreich umzusetzen, braucht man ein wirklich breites Spektrum an Fachwissen sowie vielfältige Erfahrungen und Kenntnisse.“

„Wir gehen alle in den nächsten zehn Jahren in Rente, und wir müssen einen Weg finden, unser Wissen an die nächste Generation weiterzugeben, sonst sind wir aufgeschmissen.“

Sehen Sie sich unsere Interviews mit den Referenten nach der Veranstaltung an:

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