Der rasante Ausbau unterstreicht die dringende Notwendigkeit einer Standardisierung

Von Liesl Venter
Breakbulk Europe 2023: Angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach erneuerbaren Energien hat sich die Windenergiebranche zu einem entscheidenden Akteur bei der Erreichung ehrgeiziger Ziele im Bereich der sauberen Energie entwickelt.
Die rasante Zunahme von Windkraftprojekten und die zunehmende Komplexität ihres Betriebs haben jedoch deutlich gemacht, dass eine Standardisierung innerhalb der Branche dringend erforderlich ist. Die wichtigste Erkenntnis aus der Podiumsdiskussion auf der Breakbulk Europe, bei der es um das Management der boomenden Offshore-Windkraftbranche ging, war, dass ein einheitlicher Ansatz unerlässlich ist.
Unter der Moderation von Betina Holst Nørgaard, Senior Manager bei Deloitte Consulting Dänemark, waren sich die Diskussionsteilnehmer einig, dass das exponentielle Wachstum von Onshore- und Offshore-Windkraftprojekten, das sich in den kommenden Jahren voraussichtlich noch verstärken wird, eine Straffung der Prozesse, eine Harmonisierung der Vorgehensweisen und eine Maximierung der Effizienz erforderlich macht.
Darüber hinaus kann die Branche durch die Umsetzung geeigneter Standardisierungsmaßnahmen die Herausforderungen in den Bereichen Wartung, Netzintegration und Skalierbarkeit von Projekten wirksam bewältigen.
„Die derzeitige weltweite Kapazität der Offshore-Windenergie liegt bei etwa 60 Gigawatt“, sagte Nørgaard. „Angesichts der globalen Zielvorgabe von 2.000 Gigawatt bis 2050 besteht dringender Handlungsbedarf, die Kapazitäten deutlich zu erhöhen, um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Auch das rasante Wachstum des Onshore-Windsektors dürfen wir dabei nicht außer Acht lassen.“
Sie sagte, die Branche müsse zusammenarbeiten, um zu ermitteln, wie die Lieferketten ausgebaut werden können, um der stetig wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.
Laut Alain Akavi, Geschäftsführer von COLI Shipping, spielte die Größe der Ausrüstung eine entscheidende Rolle bei den Überlegungen zum Umgang mit dem Windausleger. „Wir stehen in der Branche vor einer doppelten Herausforderung“, sagte er.
„Erstens muss die Flotte vergrößert werden, um dem stetig wachsenden Frachtvolumen gerecht zu werden. Zweitens benötigen die ausgewählten Häfen entlang der Handelsrouten mehr Infrastruktur, um diese übergroßen Komponenten effizient abfertigen zu können. Die bestehenden Kais sind nicht robust genug, und vielen Häfen fehlt die erforderliche Tiefe, damit Schiffe sicher anlegen können.“
Er sagte, der Transport von 180 Meter langen Rotorblättern sei bereits problematisch, und es gingen Anfragen für noch größere Teile ein. „Mit Geld lässt sich so gut wie jedes Problem lösen, aber als Branche müssen wir nicht nur die Vorschriften und Regelungen für den Windsektor vereinheitlichen, sondern auch die Abmessungen der Anlagen, wenn wir wirtschaftlich, sicher und effizient transportieren wollen.“
Die langfristige Planung war ein weiterer Punkt, der in der Podiumsdiskussion hervorgehoben wurde. „Für diese Komponenten muss es eine Obergrenze geben, um eine langfristige Hafen- und Schiffsplanung zu ermöglichen“, sagte Thomas Sender Mehl, Senior Vice President für die globale Lieferkette bei CakeBoxx Technologies.
Die Diskussionsteilnehmer Armin Seidel, Gebietsverkaufsleiter für Schwerlastschiffe und Offshore-Krane bei Liebherr, David Molenaar, Geschäftsführer bei Siemens Gamesa, und Katherine Phillips, Geschäftsführerin bei ABL, waren sich einig, dass es an der Zeit sei, dass die Branche an einem Strang ziehe und gemeinsam an Lösungen arbeite, wobei langfristige Verpflichtungen eingegangen werden müssten, die nicht nur die Herstellung und den Transport der richtigen Ausrüstung sicherstellten, sondern auch die Beschaffung der notwendigen Investitionen.
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